Ernährung von Säuglingen und Kindern

Was kommt auf den Löffel?

Für Ihre indivi­du­ellen Frage­stel­lungen rund um die Themen „Ernährung in der Schwan­ger­schaft und Stillzeit“, „Ernährung im ersten Lebensjahr“, „Ernährung von Klein­kindern, Kindern und Jugend­lichen“ und “vegane und vegeta­rische Ernährung” bieten wir Ihnen gerne eine quali­fi­zierte Ernäh­rungs­be­ratung an.

Ernährung im ersten Lebensjahr

Schon ganz früh im Leben werden die Weichen für ein gesund­heits­för­der­liches Essver­halten gestellt. Sie haben daher die Möglichkeit, die langfristige Entwicklung Ihres Kindes positiv zu beeinflussen.

In die Beratung zur Ernährung im ersten Lebensjahr fließen neben den wissen­schaftlich fundierten Beratungs-Grund­lagen auch die beruf­lichen Erfah­rungen als Kinder­kran­ken­schwester ein.

In den ersten 4 bis 6 Lebens­mo­naten erhält Ihr Baby alle notwen­digen Nährstoffe über die Milch, also über Mutter­milch oder Säuglings­an­fangs­milch­nahrung. Gerade in der ersten Zeit kann eine unter­stüt­zende Beratung sehr hilfreich sein, wenn Sie sich nicht sicher fühlen.

Stillen

Das Zeitfenster zur Einführung der Beikost beginnt frühestens ab Beginn des 5. Lebens­monat und erstreckt sich bis zum Ende des 6. Lebens­monats. Je nach Entwick­lungs­stand Ihres Kindes können nun auch andere Lebens­mittel in den Speiseplan aufge­nommen werden. Dies geschieht ganz allmählich, indem Schritt für Schritt die verschie­denen Breie (selbst­ge­kocht oder als Gläschen) ganz allmählich die Milch­mahl­zeiten ersetzten. Eine Beratung zu den verschie­denen Aspekten der Beikost-Einführung kann Sie darin unter­stützen, frühzeitig ein gelun­genes und harmo­ni­sches Mitein­ander am Essen­s­tisch zu erleben.
Für Neulinge in der Küche bietet sich ein Kochtraining an, in dem Sie sowohl erfahren, wie leicht und schnell Sie selber Ihr Baby mit leckeren Breien bekochen können und worauf Sie beim Kauf von Gläschen und Fertig­breien achten sollten.

Der Übergang zum Famili­en­tisch geschieht ab ca. dem 10. Lebens­monat fließend, die Milch­mahl­zeiten und Breie werden immer häufiger durch „normale“ Mahlzeiten ersetzt. Die Entwick­lungs­schritte der Kinder können dabei indivi­duell sehr unter­schiedlich sein. Worauf Sie in dieser Phase Wert legen sollten und wie die Zusam­men­stellung der Mahlzeiten Ihres Kindes für eine gesunde Entwicklung sinnvoll ist, erfahren Sie in der Beratung anschaulich erklärt.

Die ersten 1000 Tage-3

Ernährung von Kleinkindern
und Kindern

Beim Essen für und mit Kindern kommt es nicht nur auf die Zusam­men­stellung der Lebens­mittel und Ausge­wo­genheit der Nährstoff­zu­sam­men­stellung an…

Essen ist Auspro­bieren, Neues entdecken, Geschmack entwi­ckeln, Lernen und Spaß haben und vor allem auch Kommu­ni­kation. Am Familien-Esstisch haben Sie die Möglichkeit, mit Liebe und Fürsorge durch Ihr Vorbild, mit Ritualen und durch bedachten Erzie­hungsstil Wurzeln für ein zufrie­denes und gesundes Essver­halten ihres Kindes zu legen.

In der Beratung erfahren Sie wichtige Grund­lagen über die Bausteine, die in Lebens­mittel und Getränken enthalten sind. Die empfohlene Zusam­men­stellung dieser Bausteine (Kohlen­hy­drate, Eiweiß, Fette, Vitamine, Mineral­stoffe, sekundäre Pflan­zen­stoffe) wird leicht verständlich darge­stellt. Auf Ihre indivi­du­ellen Frage­stel­lungen rund um das Thema „Essen“ (oder „Nicht­essen“) wird in der Beratung einge­gangen und gemeinsam an Lösungen gearbeitet. Unter­stützend für Sie oder Ihr Kind kann ein Kochtraining in unserer Küche sein. Bei einem Einkaufs­training wird Ihr Blick geschult und Ihre Kompetenz gestärkt, eine gute Wahl zu treffen.

Vegane Ernährung von Kindern

Wer sein Kind vegan ernähren möchte, stößt in Deutschland häufig auf Wider­stände… Warum ist das so?

Da Kinder im Verhältnis zu Erwach­senen eine erhöhte Nährstoff­dichte für ihr Wachstum benötigen, kann es im Alltag schwierig sein, alle Bausteine für eine gesunde Entwicklung in die relativ kleine Nahrungs­menge Ihres Kindes zu stecken. Eine vegane Kinder­er­nährung erfordert daher ein erhöhtes Maß an Wissen rund um die Risiko­nähr­stoffe und um passende Lebens­mittel, deren Inhalts­stoffe und Verar­beitung. Bekannt ist den meisten, dass Vitamin B12 nur in tieri­schen Lebens­mitteln vorkommt und daher von allen Veganern als Nahrungs­er­gänzung einge­nommen werden muss, um das Risiko eines Mangels und der damit verbun­denen gesund­heit­lichen Schäden zu vermeiden. Auf welche anderen Nährstoffe in der veganen Ernährung von Kindern ebenfalls besonders geachtet werden muss und wie Sie die empfoh­lenen Zufuhr­mengen erreichen, erfahren Sie in der indivi­du­ellen Ernäh­rungs­be­ratung. Diese Beratung stützt sich auf die Inhalte der Fortbildung „Vegane Ernährung– Fach- und Beratungs­kom­petenz“ des UGB (Unabhängige Gesund­heits­be­ratung e.V.).

Zusätzlich zur Wissens­ver­mittlung steht unsere Küche für Kochtrai­nings bereit, um das neu erworbene Knowhow praktisch umzusetzen und neue vegane und vollwertige Rezepte kennen­zu­lernen. Eine gezielte Betrachtung der Lebens­mit­tel­in­halts­stoffe ist bei einem Einkaufs­training möglich.

Neube­wertung der DGE-Position zu veganer Ernährung, Positi­ons­papier der Deutschen Gesell­schaft für Ernährung e. V. (DGE), 7/2024:

Die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung e. V. (DGE) empfiehlt grund­sätzlich eine Ernährung, die zu einem großen Anteil aus Lebens­mitteln pflanz­licher Herkunft besteht und durch Lebens­mittel tieri­scher Herkunft ergänzt wird. Wichtig ist, dass die Lebens­mit­tel­auswahl eine bedarfs­de­ckende Nährstoff­zufuhr gewähr­leistet. Pflan­zen­be­tonte Ernäh­rungs­weisen belasten die Umwelt und das Klima weniger als die übliche Ernäh­rungs­weise in Deutschland und fördern die Gesundheit …

… Für die vulner­ablen Gruppen Kinder, Jugend­liche, Schwangere, Stillende und Senior*innen kann die DGE aufgrund der weiterhin einge­schränkten Datenlage weder eine eindeutige Empfehlung für noch gegen eine vegane Ernährung aussprechen. Aufgrund des Risikos für poten­zielle, teilweise irrever­sible Konse­quenzen bei inadäquater Durch­führung müssen für eine vegane Ernährung in vulner­ablen Gruppen besonders fundierte Ernäh­rungs­kom­pe­tenzen vorliegen. Dabei sind eine zuver­lässige Supple­men­tation von Vitamin B12 und ggf. weiteren poten­ziell kriti­schen Nährstoffen, sowie eine ausge­wogene und gut geplante Lebens­mit­tel­auswahl mit einem gezielten Einsatz nährstoff­dichter Lebens­mittel von noch größerer Bedeutung als in der gesunden erwach­senen Allgemeinbevölkerung.

Für eine adäquate Umsetzung ist eine Ernäh­rungs­be­ratung durch quali­fi­zierte Fachkräfte dringend angeraten.

Quelle und weitere Infos:  https://www.dge.de/wissenschaft/stellungnahmen-und-positionspapiere/positionen/neubewertung-der-position-zu-veganer-ernaehrung/